Wie erfolgt eine Poolreinigung (Schritt-für-Schritt Anleitung)

Es gibt viele Fehler, die man als Neueinsteiger bei der Poolpflege machen kann. Das passiert schnell, wenn man keine richtige Poolreinigung Anleitung hat.

Deswegen findest du in diesem Artikel einen ausführlichen Plan, der dir als Orientierung in der Zukunft dienen soll.

Halte dich an den Plan und die Poolreinigung Tipps, damit dein Pool dauerhaft kristallklar bleiben.

Was braucht man für die professionelle Poolreinigung?

Den Pool kann man natürlich nicht einfach ohne eine entsprechende Grundausrüstung reinigen.

Die meisten der Geräte hast du sicher bereits im Gartenschuppen liegen und andere wiederum kannst du günstig im Baumarkt oder über einen online Shop nachkaufen.

Was braucht man alles um einen Pool zu reinigen und dauerhaft sauber zu halten?

  • Teleskopstange: An dieser wird die Bürste, der Kescher und der manuelle Bodensauger befestigt – Eine gute Teleskopstange kostet um die 30 Euro und bricht nicht bereits in der ersten Saison.
  • Bürste: Mit der Bürste werden Ablagerungen durch Algen oder Kalk am Poolboden und an den Wänden gelöst. In einem PVC Pool sollte man aber auf eine Stahlbürste verzichten und zu weichen Borsten reifen – Neben der Bürste sollte auch ein einfacher Schwamm immer zur Verfügung stehen.
  • Kescher: Der Kescher ist praktisch, um die Wasseroberfläche im Schwimmbad zu reinigen. Laub, Insekten und ertrunkene Kleintiere werden mit einem Kescher am schnellsten entfernt.
  • Poolsauger: Die Poolsauger sind in verschiedenen Varianten erhältlich, am gängigsten sind die manuellen Bodensauger mit dem man den Schmutz vom Poolboden absaugen kann ohne das Wasser abzulassen – Zum Poolsauger gehört immer ein ausreichend langer Poolschlauch und eine Teleskopstange.
  • Testkit: Zum prüfen der Wasserwerte sind verschiedene Teststreifen notwendig, falls man nicht einen multifunktionalen E-Tester hat.
  • Poolchemie: Das Wasser muss regelmäßig desinfiziert werden und dazu eignen sich verschiedene Mittel wie Chlor, Aktivsauerstoff, Broom und andere Desinfektionsmittel. Wer weniger von der Poolchemie einsetzen möchte, der installiert spezielle Anlagen zur Desinfektion des Poolwassers. Mehr über die Poolchemie Tipps findest du im Poolpflege Blog und mithilfe der internen Suchfunktion.

Wem das zu viel ist, der kann einen Poolreinigung Service beauftragen, aber das ist nicht gerade günstig.

Schritt 1. Wasserstand überprüfen und korrigieren

Bevor du anfängst den Pool zu schrubben und den Dreck zu beseitigen, solltest du als Erstes den Wasserstand im Becken überprüfen.

Ist der Wasserstand zu niedrig, dann musst du diesen korrigieren.

Lasse dazu einfach den Gartenschlauch über den Rand ins Poolbecken plätschern – Durch diese Methode hast du ein akustisches Geräusch das dich am Ende der Reinigungsarbeiten daran erinnert den Wasserhahn wieder zu schließen.

Eine leichte Verdunstung im Pool ist normal. Verliert dein Pool aber ungewöhnlich viel Wasser, dann solltest du diesen auf ein Leck untersuchen. Meistens muss nur die Dichtung der Sandfilteranlage ausgetauscht werden.

Schritt 2. Grobe Reinigung des Pools

Im nächsten Schritt muss das Becken grob vorgereinigt werden.

Dazu gehört das Abkeschern von Laub, Insekten und anderen Verunreinigungen, die an der Wasseroberfläche treiben.

Du kannst diesen Prozess beschleunigen indem du die Poolpumpe startest und mit dem Skimmer einen großen Teil der Verschmutzungen entfernst – Das funktioniert am besten, wenn der Skimmer gegenüber vom Wasserrücklauf liegt.

Vergiss nicht danach den Korb vom Skimmer zu entleeren und zu reinigen.

Schritt 3. Poolboden mit einem Poolsauger absaugen

Mit dem Poolkescher lassen sich nur schwer die Verunreinigungen vom Poolboden entfernen. Hier ist eine Bürste und ein Poolsauger die bessere Wahl.

Schrubbe kurz den Poolboden und die Wände mit der Bürste und löse Ablagerungen durch Algen. Währenddessen sollte die Sandfilteranlage auf – Filtern – laufen.

Schließe nach dem schrubben den Poolsauger an und sauge mit diesem kurz die Treppen und den kompletten Poolboden ab.

Um eine Streifenbildung zu vermeiden solltest du immer überlappend saugen – Im folgenden Video wird das gut demonstriert.

Im Blogartikel kannst du nachlesen, wie ein Poolsauger angeschlossen wird – Nutze dazu die Suchfunktion auf meiner Seite.

Schritt 4. Rückspülen und Nachspülen der Filteranlage

Nachdem du den Pool grob mit einem Kescher und Poolsauger gereinigt hast, musst du die Sandfilteranlage rückspülen.

Der Prozess der Rückspülung wird alle 10 bis 14 Tage durchgeführt um den angesammelten Dreck aus der Filteranlage zu entfernen.

Vermeide es aber dennoch zu oft die Sandfilteranlage zu spülen – Das ist unnötig.

Ganz wichtig: Nach jeder Rückspülung erfolgt immer eine Nachspülung – Wie das geht, findest du mithilfe der internen Suchfunktion.

Schritt 5. Den pH-Wert und den Desinfektionsmittelgehalt überprüfen

Das Poolwasser sollte nach der geleisteten Vorreinigung bereits deutlich sauberer wirken. Falls nicht, dann müssen wir noch das Poolwasser richtig einstellen.

Überprüfe zunächst den pH-Wert mit einem geeigneten Wassertester – Idealerweise verwendest du einen elektronischen Tester.

Der pH-Wert sollte dabei zwischen 7,2 und 7,6 liegen. Alles drunter oder drüber ist falsch und erfordert eine umgehende Korrektur mit einem pH-Plus oder einem pH-Minus.

Beide chemischen Mittel sind im Fachhandel als Pulver oder Flüssigkeit erhältlich.

In der Praxis wirst du viel häufiger das pH-Minus einsetzen müssen, da der pH-Wert auf eine natürliche Weise durch die Wasserumwälzung steigt.

Falls der pH-Wert stark schwankt, dann muss vorher die Säurekapazität (Alkalinität) überprüft und u.U. nachgebessert werden.

Nachdem du den pH-Wert optimiert hast, ist es wichtig den Desinfektionsmittelgehalt im Pool zu prüfen.

Die meisten werden sicher Chlor verwenden. Um den Chlorgehalt zu bestimmen sind flüssige Wassertester zu empfehlen – Auch hier findest du im Blog den passenden Artikel über Desinfektionsmittel.

Alle bis hierher genannten Schritte gehören zur täglichen Poolpflege. Vernachlässige diese nicht!

Schritt 6. Algenverhütungsmittel verwenden

Der Pool ist nun sauber, aber damit das bleibt ist es praktisch ein Algenverhütungsmittel (auch als Algizid bekannt) einzusetzen.

Viele Poolbesitzer sind gegenüber dem Algizid skeptisch, da es eine Schaumbildung im Pool verursachen kann. Das passiert aber nur, wenn man ein schäumendes Algizid verwendet und dieses überdosiert wird.

Korrekt dosiert hilft das Algizid den Pool langfristig sauber zu halten.

Extra Tipp: Vermeide billige Produkte die schäumend sind. Das nicht-schäumende Algizid kostet einen kleinen Aufpreis, ist aber pH-Neutral und verhindert – wie der Name schon sagt – Schaum im Pool.

Da jedes Algizid unterschiedlich dosiert ist, solltest du dich bei der Anwendung unbedingt an die Angaben des Herstellers halten.

Schritt 7. Ein Flockungsmittel anwenden

Als krönenden Abschluss verwendet der Profi noch ein Flockungsmittel um selbst die feinsten Partikel aus dem Poolwasser zu filtern.

Idealerweise verwendest du hier ein Flockungskissen. Diese sind praktischer und es kommt zu keiner Flockenbildung am Poolboden.

Wenn du mehr über die Anwendung eines Flockungsmittels lernen möchtest, dann solltest du dir unbedingt die verlinkte Anleitung durchlesen.

Warum muss man regelmäßig den Pool reinigen?

Der Pool muss sauber sein und das kann man nur mit der richtigen Poolreinigung erreichen.

Aber warum genau ist eine kontinuierliche Pflege des Pools wichtig?

Oft setzen viele Laien bei der Poolreinigung erfolglos auf die falsche Methode, ohne die eigentliche Grundursache herauszufinden.

Das resultiert in einem kurzfristigen Erfolg bei der Wasseraufbereitung und führt früher oder später zu Eintrübungen im Poolbecken.

Durch die falsche Reinigung des Pools wird oft unnötigerweise viel von der Poolchemie verwendet.

Die Folgen: Erhöhte Kosten für die Poolpflege und gesundheitliche Risiken wie diese bei einer Überchlorung des Poolwassers auftreten.

Das sind aber längst nicht alle Gründe warum man den Pool regelmäßig reinigen muss.

Ein vernachlässigtes Poolbecken führt nicht nur zu Eintrübungen und gesundheitlichen Risiken, sondern kann auch bei der teuren Pooltechnik und dem Becken Schäden verursachen.

Beschädigte Dichtungen, Ventile, Rohre bis hin zu Totalausfällen und herausgerissene Fugen im Pool sind die Folgen einer mangelhaften Poolreinigung.

Anfallende Kosten entstehen dann für Ersatzteile der Poolpumpe oder der Sandfilteranlage und im schlimmsten Fall eine komplette Sanierung des Pools.

Das muss aber nicht sein, wenn man das Grundwissen erlernt wie man einen Pool reinigen sollte.

In den nachfolgenden Kapiteln findest du verschiedene Probleme mit dem Pool und wie du diese am einfachsten und vor allem richtig beseitigt. Lese dazu weiter im Text.

Warum muss man die Wasserwerte bei der Poolreinigung beachten?

Bevor wir weiter zur eigentlichen Poolreinigung fortfahren, solltest du eines lernen. Der Pool wird nicht nur durch Schmutzeintragungen wie Laub, Sand, Kolloidalen Stoffen oder Insekten schmutzig.

Oft sind falsche Wasserwerte im Pool die Ursache warum das Poolwasser trüb geworden ist und nun gereinigt werden muss.

Merke: Wenn die Wasserwerte im Pool nicht stimmen, dann hat auch die gründlichste Poolreinigung wenig Erfolg.

Deswegen sollten die Werte des Wassers regelmäßig kontrolliert und u.U. nachgebessert werden.

Glücklicherweise lässt sich das Problem durch entsprechende Filterlaufzeiten der Poolpumpe und mit einem optimierten Einsatz der Poolchemie schnell beseitigen.

Aber welche Wasserwerte sind die wichtigsten im Pool und wie hoch sollten diese sein?

  • Alkalinität: Die totale Alkalinität (auch als Säurekapazität oder TA-Wert bezeichnet) steht in Wechselwirkung zum pH-Wert und ist entscheidend für die weitere Optimierung der Wasserwerte. Stimmt die Säurekapazität nicht, dann kommt es zu starken Schwankungen des pH-Wertes und der Calciumhärte – Idealerweise liegt die totale Alkalinität bei 80 – 120 mg/l.
  • pH-Wert: Der pH-Wert sagt aus, wie sauer oder basisch das Wasser im Pool ist. Ein zu niedriger Wert führt zu Eintrübungen des Poolwassers und kann Fugen in einem Betonpool beschädigen. Aber auch ein zu hoher Wert kann das Wasser trüben und zu einer Kalkbildung führen – Das Optimum vom pH-Wert im Pool liegt im neutralen Bereich zwischen 7,2 – 7,6.
  • Calciumhärte: Neben dem TA-Wert und dem pH-Wert spielt auch die Calciumhärte eine wichtige Rolle für die Wasseraufbereitung. Eine Abweichung vom Idealwert – der bei 200 – 400 mg/l liegt – kann zu Kalkausfällungen und Trübungen des Poolwasser führen.

Diese Werte können von Laien mit günstigen Teststreifen oder in Küvetten eingelegten Tabletten/Tropfen günstig bestimmt werden.

Eine weitere Methode sind elektronische Wassertester.

Tipp: Einfache Wassertester reichen für den Gebrauch in privaten Schwimmbädern aus, aber es ist mit falschen Ergebnissen zu rechnen, da diese ungenau sind – Wesentlich genauer sind elektronische Wassertester.

Fazit zur Poolreinigung

Wie du siehst, gibt es viele Faktoren zu beachten, wenn es darum geht, einen Pool zu reinigen und sauber zu halten.

Insgesamt ist es wichtig, dass du die grundlegenden Prinzipien der Poolpflege kennst, damit dein Pool sauber bleibt und von allen sicher genutzt werden kann.

Indem du die Tipps in diesem Artikel befolgst, solltest du keine Probleme haben, deinen Pool den ganzen Sommer über sauber und strahlend zu halten.

Lesetipp: Schaue dir auch meinen hilfreichen Guide für die Poolpflege an. Folge dazu dem Link.

Viel Erfolg bei der Poolreinigung!

Foto des Autors
Auf Akku-Poolroboter.de vergleichen wir die besten Reiniger für den Pool. Wir bloggen aktiv seit 2015 und teilen hilfreiche Tipps über die Poolpflege.

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